KOMISCHE AUGEN

„Komische Blicke …“ – wenn Blicke das Wohlbefinden von hochsensiblen Kindern stören

Hochsensible Menschen nehmen nicht nur ihre Umwelt intensiver wahr, sondern reagieren auch auf Energien, die andere Menschen aussenden und auf Signale der nonverbalen Kommunikation.

 

Intensivere Wahrnehmung

Wer kennt es nicht, das besondere Gefühl, wenn eine fremde Person den Raum betritt und man sich auf einmal irgendwie unwohl fühlt, ohne es genau beschreiben zu können?

Oder man weiß genau, wie es dieser Person gerade geht, ob sie freudig, gut gelaunt oder mies drauf ist.

Für Hochsensible ist diese Form der Wahrnehmung etwas ganz normales, denn sie nehmen ihre Umwelt intensiver war und auch Schwingungen oder Ausstrahlungen anderer Menschen. Das ist so und hat absolut nichts mit „Eso-Kram“ zu tun!

Es ist aber nicht immer unbedingt angenehm, solche Energien zu spüren oder Schwingungen wahrzunehmen, besonders dann, wenn diese eher negativ sind.

 

Kinder sind eher schutzlos

Während die Erwachsenen eher in der Lage sind, solche Situationen nicht nur wahrzunehmen, sondern auch einzuordnen und entsprechend kognitiv bewerten zu können, sind Kinder mit ihrer sensiblen Wahrnehmung in solch einer Lage oftmals wie schutzlos. Sie nehmen ihre Umwelt ebenso sensibel wahr und spüren feinste Energien und Dissonanzen. Wenn es sich um eine negative Energie handelt, dann kann es schon sein, dass sie sich diesen undefinierbaren Schwingungen wie ausgeliefert fühlen. Die Kinder können diese Wahrnehmung aufgrund ihres Alters noch nicht richtig einordnen und bewerten und haben somit auch keine Lösungsstrategie parat.

 

Komische Blicke – komische Leute

Wie unangenehm es sich anfühlen kann, weiß ich aus eigener Erfahrung aus meinen Kindertagen und auch als erwachsene Frau. Wie oft sind mir Menschen mit einer für mich eher unangenehmen Ausstrahlung oder mit „komischen Blicken“ begegnet, in deren Nähe ich mich sehr unwohl fühlte. Als Kind konnte ich mich dagegen nicht wehren, heute weiß ich, wie ich in solchen Situationen in der Balance bleiben kann, da ich eigene Strategien entwickelt habe.

 

Für die Hochsensiblen gibt es normale und komische Blicke. Die komischen Blicke werden als unangenehm empfunden und von Menschen ausgesendet, die eine verschlossene, finstere oder weniger freundliche Ausstrahlung haben. Auch wenn es vielleicht nur eine Fassade oder Spiegelung einer momentanen Gemütsverfassung sein mag, reagieren Hochsensible auf diesen Ausdruck.

Es gibt auch Menschen mit sehr durchdringenden oder bohrenden Blicken – daher kommt sicherlich die Aussage: „Wenn Blicke töten könnten“ …

 

Wenn Blicke zur Bedrohung werden

Wenn diese Blicke dann die hochsensiblen Kinder „treffen“, können diese sich auf einmal sehr unwohl fühlen, spüren eine Unsicherheit oder ein inneres Unbehagen. Es gibt Situationen, in denen sie sich durch fremde Blicke sogar bedroht fühlen und sich ängstigen.

Dies mag etwas überzogen klingen, ist es aber nicht. Ich kann dies sowohl als Mutter und auch als Kinderyogalehrerin nur bestätigen, denn einige Kinder aus meinen Kursen haben mir immer wieder von diesen komischen oder bösen Blicken anderer Menschen berichtet.

 

Impulsgeber für die komischen Blicke

Dies war auch der Grund, dieses Thema aufzugreifen, um den Kindern einen Gedankenimpuls mit auf den Weg zu geben. So entstand schon 1998 der Text für die Kinder „Komische Blicke – komische Leute“ in meinen Tagesbotschaften,  um die Kinder in ihrem Gefühl und ihrer Wahrnehmung zu bestärken und sie zu stärken, damit sie mit solchen Situationen besser umgehen können.

 

Kinder nicht belächeln, sondern ernst nehmen

Wenn Sie ein hochsensibles Kind haben oder ein Kind kennen, welches sich durch fremde Blicke auf einmal unwohl fühlt oder sich ängstigt, nehmen Sie das Kind bitte sehr ernst und belächeln seine Empfindung nicht. Und spielen Sie die Gefühle nicht herunter oder tun diese einfach ab. Oder sagen schlimmstenfalls „Stell dich doch nicht so an…“!

Das feinfühlige Wesen reagiert mit seiner Wahrnehmung – körperlich und seelisch – auf diese Blicke. Es kann für ein Kind ein enormer Stressfaktor sein und es wird eine Ausschüttung der Stresshormon-Kaskade ausgelöst.

 

Thematisieren hilft

Sprechen Sie mit ihrem Kind über diese komischen Blicke und komischen Gefühle.

Hochsensible Kinder sollen sich angenommen und in ihrem Sein wertgeschätzt und nicht fremd und unverstanden fühlen. Dies ist mir ein großes Anliegen und aus diesem Grund ist mein Buch, „Ich bin wie ich bin – genial und total normal“ – ein Mutmachbuch für (hoch-)sensible Kinder, entstanden. Link zum Buch

 

Damit es etwas leichter wird mit dem Kind ins Gespräch zu kommen, möchte ich meinen Text aus dem Buch „Kinder fördern mit täglichen Denkanstößen“„Komische Blicke – komische Leute“ als kostenfreie PDF zur Verfügung stellen, da das Thema sehr wichtig ist und mir sehr am Herzen liegt. Link zum PDF

Viel Freude daran,

Sabina Pilguj

 

Weitere Themen zum hochsensiblen Kind und Hochsensibilität allgemein finden Sie auf dieser Seite und in diesem Blog.

Sabina Pilguj
Sabina Pilguj
www.ibi-za.de

Im Sonnenjahr 2017 habe ich mich entschlossen mit einem Blog „Ibiza-Prinzip“ online zu gehen. Ich schreibe über alltägliche Themen, über Hochsensibilität, den Lifestyle-Hippie, Yoga und Kinderyoga sowie über unsere tierischen Freunde.

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